Hundefutter in Lebensmittelqualität?
In letzter Zeit sieht man vermehrt Werbeaussagen über Hundefutter in „100% Lebensmittelqualität“. Diese Aussagen sind als recht bedenklich einzustufen, da der Gesetzgeber klar zwischen Lebensmittel und Futtermittel unterscheidet.
Um Hundefutter überhaupt produzieren zu dürfen muss man ein sogenannter „zertifizierter Tiernahrungsbetrieb“ sein. Man unterliegt einer strengen Prüfung und ständiger Kontrolle der Behörden. Es ist auch ganz klar geregelt, dass Lebensmittel für den Menschen und Futter für Tiere nicht im selben Betriebsraum produziert werden dürfen. Der Gesetzgeber geht diesbezüglich sogar noch einen Schritt weiter, denn jegliches Stück Fleisch, das von einem zertifizierten Betrieb zu Hundefutter verarbeitet wird, wird automatisch zum „tierischen Nebenprodukt“. Um das Ganze vereinfacht auszudrücken, wenn ich mit einem Stück feinstem, argentinischen Rinderfilet unseren Produktionsraum betrete, ist dieses Filet kein saftiges Steak mehr, sondern „nur noch“ ein „tierisches Nebenerzeugnis“.
Was unterscheidet also Cleynes von anderen Produkten, die laut Aussagen der Hersteller „100% Lebensmittelqualität“ haben? Machen Sie sich bitte selbst ein Bild davon…..
In unserem Sortiment an Dosen, das mittlerweile 38 Sorten umfasst, finden Sie die nachfolgend aufgeführten Zutaten:
Muskelfleisch, je nach Sorte vom Rind, Lamm, Wild, Kalb, Schwein, Pute, Huhn, Strauß oder Hasen.
Innereien wie Herz, Leber, Lunge oder Pansen der oben genannten Tiere.
Schlundfleisch vom Rind – und das ist, obwohl unsere Hunde dieses Fleisch lieben – gemäß dem „tierische Nebenprodukte Beseitigungs Gesetz EG 1774/2002“, ein echtes „Nebenprodukt“.
Erstaunlicher Weise findet sich Schlundfleisch und sogar Gurgelfleisch aber auch in Produkten die angeblich 100% Lebensmittelqualität haben! Es scheint hier irgendeine „wundersame Wandlung“ zu geben, ähnlich dem vorgenannten Beispiel mit dem argentinischen Rinderfilet – nur eben in die andere Richtung. Ich verspreche ihnen, sobald ich das Geheimnis „wie verwandelt sich die Gurgel in ein Lebensmittel“ gelüftet habe, werde ich es Ihnen mitteilen … oder halt … noch besser, ich verkaufe es an die Metzgerinnung und lebe zukünftig von den Tantiemen!
Jegliches Stück Fleisch welches von uns zu „Hundefutter“ verarbeitet wird stammt ausschließlich von Tieren die zur „Lebensmittelgewinnung“ geschlachtet wurden.
Fisch – Seelachs, Kabeljau und Makrele
Unsere Menüs werden, je nach Sorte durch die folgenden Zutaten ergänzt:
Vitamine : Karotte, Pastinake, rote Beete, Erbsen, Luzerne, Lauch, Tomaten, Spinat, Apfel, Gojibeere, Brombeere, Süßkirsche, Pflaume, Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Aroniabeere, Sanddornbeere, Birne, Erdbeere, Stachelbeere, Himbeere, Aprikose und Blaubeere
Kohlenhydrate: Reis, Kartoffel, Nudel, Süßkartoffel oder Haferflocken
Calcium: Geflügelkarkassen
Mineralien: Heilerde
Öle: natives, kaltgepresstes Rapsöl
Was ist nun der Unterschied zwischen dem „Futtermittel“ Cleynes und den Futtersorten, die angeblich „100% Lebensmittelqualität“ haben? Ehrlich gesagt …. ich weiß es nicht. Von einem Gespräch, das ich erst kürzlich mit einem Amtstierarzt aus München hatte, ist mir nur bekannt, dass es „eigentlich“ verboten ist, ein „Futtermittel“ als „Lebensmittel“ zu bezeichnen. Aber wie sagte er so schön zu mir …. „Wo kein Kläger, da kein Richter“!
Bleibt es also abzuwarten, ob irgendwann ein findiger Abmahnungsanwalt dieses Thema aufgreift und was danach an „Lebensmitteln“ in den Futterschüsseln der Hunde übrig bleibt.
Cleynes wird übrigens auch in der Zukunft, wie es das Gesetz verlangt, bleiben was es nun schon seit vielen Jahren ist …. Hunde- und Katzenfutter in Spitzenqualität, dessen Zutaten (fast alle – wie oben erwähnt ;o) ), falls Sie sie an Ihrem heimischen Herd zubereiten auch Lebensmittel sein könnten.


